Kreisvorsitzender und MdL Harm Rykena: Wissenschaft setzt Seriosität, Gewissenhaftigkeit und korrekten Umgang mit Fakten voraus!

AfD nimmt am friedlichen Abendspaziergang gegen mögliche Impfflicht Teil

Wildeshausen: Mehrere Mitglieder des AfD-Kreisverbands Oldenburg-Land, unter anderem Dierk Horstmann, Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat Großenkneten, haben am Montag Abend an einem Abendspaziergang mit Kerzenschein und Gesang teilgenommen, um friedlich gegen eine mögliche Impfpflicht und die als Gesundheitsschutz begründeten Grundrechtseinschränkungen im Allgemeinen zu demonstrieren. Organisiert wurde das Treffen vermutlich durch den Kreisverband der Partei „Die Basis“, allerdings ist kein offizieller Anmelder bekannt.

Neben 60 Bürgern, die teils auch ihre Kinder mitbrachten, waren auch ca. 10 linksextreme Störer zusammen mit ihrem Oberhaupt Ralf Beduhn anwesend. Bereits um 17:30 standen zwei linke mit ihrer Fahne vor einem griechischen Schnellimbiss und tranken Bier. Beduhn ist als Linksextremist im Geiste stadtbekannt und fiel zuletzt durch seine Teilnahme an einer „Bürgerfragestunde“ im Stadtrat auf, die er dazu nutzte, die AfD-Ratsmitglieder Frank Voight und Thomas Krahn aufs übelste zu beleidigen, bis der Ratsvorsitzender Wolfgang Sasse im das Wort entzog. Bereits zuvor in der ersten Sitzung hatte sich Beduhn den AfD-Ratsmitgliedern dicht genähert und sie flüsternd beleidigt, so dass es keine Zeugen außerhalb des Tisches wahrnehmen konnten.

Linksextremisten stören Gesang mit Ghettoblastern

Als gegen kurz nach 18:00 die rund 60 Demonstranten ihre mitgebrachten Kerzen angezündet hatten, stimmten sie bekannte Weihnachtslieder ein, die auch von den anwesenden Kindern mitgesungen worden. Kurz darauf schalteten die Linksextremisten ihre Ghettoblaster an und drängten sich in die Menge. Eltern brachten ihre Kinder etwas abseits in Sicherheit. Es entwickelte sich ein verbaler Schlagabtausch, bei dem kurz darauf 2 Antifanten zu Boden gingen, direkt danach aber wieder aufstanden um weiter zu pöbeln. Kurz darauf entspannte sich die Situation allerdings, und der Demonstrationszug setzte sich mit den Lichtern und Gesang in Bewegung.

Missbraucht Beduhn mutmaßliche Flüchtlingskinder als Demonstranten?

Am Rande der Demonstration befanden sich auch 3 kleine Kinder mit südlichem Aussehen, vermutlich zwischen 8 und 10 Jahre alt. Diese konnten durch Anwesende weder den Demonstranten, noch den Linksextremisten zugeordnet werden, waren offensichtlich allerdings auch nicht zufällig dort, weil sie das Geschehen vor dem Rathaus beobachteten und trotz Dunkelheit und Uhrzeit weiter dort ausharrten.  Zwei Augenzeugen, die dem Verfasser persönlich bekannt sind, haben mitbekommen, wie sich die drei Kinder eine gute halbe Stunde auf dem Rathausplatz aufhielten und immer wieder mit Ralf Beduhn im Gespräch waren. Nach der ersten Auseinandersetzung der Demonstranten mit den linken Störern hörten die beiden Augenzeugen, wie der kleinere Junge zu dem ältesten sagte: „Wie lange müssen wir noch hier bleiben?“ – „Keine Ahnung, lass uns abhauen“, kam vom ältesten zurück.

Ggf. besteht eine Abhängigkeitsbeziehung der Kinder zu Beduhn und so drängt sich der Verdacht auf, dass Beduhn diese Kinder mitgebracht und für seine Zwecke eingespannt hat.

Am Ende müssen Linke Störer erneut einstecken

Nachdem sich der Zug mit Kerzen und Gesang durch die Stadt bewegt hatte, gab es zunächst keine weiteren Vorfälle. Offenbar sehr zum Missfallen von Beduhn und seinen Jüngern, die am Ende erneut mit Ghettoblastern und physischer Anwesenheit für ein unangenehmes Klima sorgten. Diesmal gingen zwei andere beherzte Demonstranten dazwischen und machten den Linken unmissverständlich klar, dass sie nicht erwünscht sind. Im Verlauf ging noch eine Antifa-Flagge kaputt und am Ende sorgte die Polizei noch für die Einhaltung der Abstände, die die linken missachteten. Bereits vor der Demonstration viel auf, dass Beduhn und seine Handlanger relativ wenig vom Maskentragen im privaten hielten, da die Vorbesprechung auf dem Rathausmarkt ohne Maske erfolgte. Erst kurz vor den ruppigen Störaktionen wurden die Masken aufgesetzt, die wohl mehr vor Handy-Videos als vor dem Virus schützen sollten.

 

Das Video zeigt die Auseinandersetzung mit den Linken stören. Am Ende gut zu erkennen die Demonstranten, die friedlich im Lichterkreis zusammenstehen, um Lieder zu singen. Im Video ebenfalls deutlich zu hören die aggressive Musik aus den Linken Ghettoblastern.

 

Inzwischen berichteten auch die Wildeshauser Zeitung sowie die NWZ.

Querdenker-Demo in Wildeshausen | Wildeshausen (kreiszeitung.de)

Querdenker-Demo in Wildeshausen mit Handgreiflichkeiten – Polizei kommt spät und prüft nun die Anmeldung (nwzonline.de)

Weihnachten – Ein Fest der Liebe, nicht der Spaltung.

Delmenhorst: Mit der Ankündigung, den Delmenhorster Weihnachtsmarkt nur nach der „2G-Regel“ durchführen zu wollen, setzt sich die Stadt an die Spitze der gesellschaftlichen Spaltung. Und das ausgerechnet in einer Zeit, in der man sich auf das Fest der Liebe vorbereitet, inne hält, mit Arbeitskollegen und Freunden in gemeinsamer Runde einen würdigen Abschluss finden möchte. Jetzt wird noch einmal denjenigen vor Augen geführt, die sich noch nicht haben impfen lassen, dass sie nicht mehr dazu gehören zur solidarischen Gemeinschaft im besten Deutschland, das wir je hatten. Und das genau jetzt, wo mit dem exponentiellen Steigen der Impfdurchbrüche jedem klar ist, dass die Impfung nicht vor der Übertragung des Virus schützen wird. Bei über 60-jährigen, die laut RKI aktuell an Corona leiden, beträgt die Zahl der Impfdurchbrüche satte 61%, bei 18-59 jährigen ebenso 43%. Selbst der Virologe Christian Drosten sagte am 11. November: „Wir haben keine Pandemie der Ungeimpften, wir haben eine Pandemie!“. Auch Aerosolforscher wie der frühere Präsident der Gesellschaft für Aersolmedizin Scheuch äußern ihr Unverständnis: „aus wissenschaftlicher Sicht ergebe ein Verbot absolut keinen Sinn. Im Freien fänden nur sehr wenige Ansteckungen statt. Bei Schlangen vor den Impfzentren habe man auch keinerlei Bedenken“. 

Im Kern geht es bei diesen Einschränkungen ausschließlich darum, Druck auf Nicht-geimpfte Menschen aufzubauen und sie mit perfiden Methoden, die wir aus früheren Zeiten kennen, „auf Linie zu bringen“. Die AfD sieht diese sowie die gesamtdeutsche Entwicklung der letzten 10 Jahre mit sehr großer Sorge und setzt sich ausnahmslos für eine freiheitliche Gesellschaft ein, die in Wohlstand und Sicherheit leben kann. Wir wünschen den Lesern, dass sie in dieser schwierigen Zeit trotzdem ein besinnliches und friedliches Weihnachtsfest in Gesund- und Geborgenheit verbringen können. 

 

Der Kreisverband Delmenhorst/Oldenburg-Land der Alternative für Deutschland 

Letzter Stammtisch 2021

Am Freitag, 19. Dezember hat im Raum Wildeshausen der wohl letzte Stammtisch der AfD Oldenburg-Land im Jahr 2021 stattgefunden. Bei sehr ausgelassener Stimmung kamen knapp 25 Parteimitglieder und Anhänger bei dieser privaten Veranstaltung zusammen, womit auch die Einhaltung der Corona-Verordnung gewährleistet wurde. Wenngleich die AfD die mit einer „Corona-Pandemie“-begründeten Eingriffe in unsere Grundrechte massiv ablehnt und politisch und juristisch dagegen vorgeht, war Corona nur ein Randthema am Abend, und es konnte herzhaft gelacht und geklönt werden.

Unter anderem zeigte der Kreisvorsitzende und MdL, Harm Rykena, ein Video vom Komiker Ludger-K, welches einen seiner Auftritte in Gänze darstellt. Neben dem offiziellen Videomaterial aus der NDR-Mediathek hat der Komiker an den vom NDR herausgeschnittenen Stellen seine, offenbar mit einem Handy gemachten privat-Aufnahmen einfließen lassen. So konnte der Zuschauer wunderbar erkennen, welche Teile seines Auftritts durch den NDR zensiert wurden. Dies betraf insbesondere die Teile, in den sich Ludger-K über die zuvor erfolgte Zensur eines früheren Auftritts beim SWR lustig machte, aber auch die Nennung der öffentlich-rechtlichen Politmagazine Panorama, Report München,  FAKT, usw., denen der Komiker Meinungsbildung und ein verzerrter Weltbild unterstellte. Herzlich lachen mussten die Anwesenden beim Stammtisch als im Video eine Zuschauerfrage aufkam, ob Ludger-K. sich eigentlich wundere, warum er im Fernsehen nur selten vorkäme.

 

Veränderung der AfD-Mandatsträger im Kreis Oldenburg

Nach der Kommunalwahl hat die AfD im Kreistag Oldenburg zwei Sitze errungen. Ursprünglich gewählt waren Harm Rykena und Patrick Scheelje. Aus beruflichen Gründen und erheblichen anderen Verpflichtungen, die nicht absehbar waren und dem Umstand, dass die AfD Fraktion im Vergleich zur letzten Wahl geschrumpft ist und sich das Arbeitspensum für jeden deutlich erhöhen würde, haben beide ihre Mandate an die Nachrücker abgegeben. Neuer Fraktionsvorsitzender im Kreistag ist jetzt Andreas Altergott, Stellvertreter Dierk Horstmann.

Eine Übersicht der Mandatsträger im Landkreis Oldenburg gibt es hier auf unserer Seite.

Der Mandatsübergang wurden ebenfalls auf der Website des Landkreises Oldenburg vermerkt.

 

 

RKI gibt neuen Wochenbericht heraus: 62% Impfdurchbrüche von gemeldeten Corona-Fällen bei über 60-jährigen

Auf seiner Website hat das Robert-Koch-Institut den wöchentlichen Lagebericht zur Corona-Situation in Deutschland veröffentlicht.

Wöchentlicher Lagebericht des RKI

Aus diesem geht unter anderem hervor, dass symptomatische Corona-Erkrankungen gemeldet wurde, bei denen 61% der über 60-jährigen und 42% der 18-59 jährigen vollständig geimpft sind. Menschen, die mit Corona-Erkrankung ins Krankenhaus kommen, sind zu 45% bzw. zu 24% ebenfalls vollständig geimpft. Auf etwa dasselbe Niveau kommen die Todesfälle in diesen beiden Altersgruppen.

 

 

Ebenfalls interessant sind die Inzidenzen (symptomatische Fälle) der drei Altersgruppen 12-17 Jahre, 18 – 59 Jahre und über 60 Jahre.

Mit einer Inzidenz (symptomatische Fälle) von über 300 kommen 12-17 jährigen nur in 1,5 von 100.000 Fällen ins Krankenhaus. Bei 18-59 jährigen liegt eine Inzidenz von rund 220 vor, die zu einer Hospitalisierungsrate von 7 (ungeimpft) bzw. 1 (mindestens 14 Tage geimpft) führt. Hierbei ist zu betonen, dass in dieser Altersgruppe bereits 75% der Bevölkerung geimpft wurde. Um auf dieselbe Inzidenz zu kommen, müssten sich aus der Gruppe der vollständig Geimpften 3mal so viele Menschen im Krankenhaus befinden wie aus der Gruppe der nicht-Geimpften.

Bei der Gruppe der über 60-jährigen sorgt eine Inzidenz von ca. 120 bereits für eine Hospitalisierung von über 30.

 

Auch diese Zahlen belegen wiederum, dass Corona vor allem ein Problem für ältere Menschen und Risikogruppen ist, nicht aber ein gesamtgesellschaftliches Problem. Besonders Kinder tragen kein außergewöhnliches Risiko. Die AfD Oldenburg-Land setzt sich massiv gegen eine allgemeine Impfflicht wie auch generelle Impfungen bei gesunden Kindern ein.

Wie auch die Todesfallstatistik zeigt, liegt die Gefährdungslage bei Personen über 60, ggf. über 50 Jahre.

Statistik: Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus (COVID-19) in Deutschland nach Alter und Geschlecht (Stand: 18. November 2021) | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Freie Welt und Journalistenwatch berichten über „Fall Boese“

Nachdem der Fraktionsvorsitzende der AfD im Stadtrat Delmenhorst, Dr. Jaroslaw Poljak einen offenen Brief aus Anlass der Reichspogromnacht am 09. November 1938 geschrieben und dem Weser-Kurier mit der Bitte um Kenntnisnahme/Veröffentlichung vorgelegt hatte, wurde Poljak massiv durch Journalisten des Weserkuriers in einem Artikel angegangen, wobei der Leser keine Kenntnis über den vollständigen Inhalt des Briefes erlangen konnte. Poljak, selbst jüdischen Glaubens und Nachfahre von Holocaust Opfern, wird durch den Weser-Kurier Antisemitismus unterstellt. Über diese Absurdität berichten auch die online Medien Freie Welt und Journalistenwatch auf ihren Websiten.

 

*** Update 17.11.2021: Auch PI-News berichtet über den Vorfall ***

SPD-Mann greift Holocaust-Nachkommen an: „Durch Ausgrenzung entsteht Hass“ | PI-NEWS

Exklusivinterview von Dr. Jaroslaw Poljak im Weserkurier

In der Ausgabe vom 11. November 2021 veröffentlicht der Weser-Kurier ein Exklusiv-Interview mit dem Delmenhorster AfD Fraktionschef Dr. Jaroslaw Poljak.

Den Beitrag im Weserkurier finden Sie hier. Aus Platzgründen werden in Zeitungen generell Kürzungen vorgenommen, weshalb der vollständige Wortlaut hier noch einmal zu lesen ist:

 

Herr Poljak, Sie haben anlässlich des Jahrestages der Reichpogromnacht einen offenen Brief verfasst, Sie erinnern an die Verfolgung der Juden in Deutschland, Sie schreiben, dass die beispiellose Verfolgung damit begann, als den deutschen Bürgern jüdischen Glaubens ihre Grundrechte entzogen wurden. Fällt Ihnen bei der Zerstörung von Synagogen und der willkürlichen Verhaftung von Juden an diesem Tag nicht mehr ein, als das Entziehen von Grundrechten zu nennen?

Ja, es ist mir durchaus bewusst, dass in dieser Nacht Synagogen gebrannt haben und das es willkürliche Verhaftungen gab. Sie sollten an dieser nicht vergessen, wem Sie diese Frage Stellen. Ich bin, wie Sie wissen selbst Jude und habe mich intensiv mit der Thematik beschäftigt. Die Ereignisse dieser Nacht waren schrecklich, und einen vollumfänglichen Vergleich habe und möchte ich zur heutigen Zeit auch gar nicht herstellen.
Man muss aber unbedingt aus den Schrecken der Vergangenheit seine Lehren ziehen, damit sich diese nicht wiederholen können. In dem Zitat: „Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen“ steckt viel Wahrheit drin.

Man kann, nach meiner Ansicht die Opfer von damals nur Ehren wenn man eine mögliche Wiederholung mit allen Mitteln verhindert. Für alle Menschen die das Glück haben, die Generation danach zu sein, sind wir verpflichtet ein Leben in Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu garantieren. Das geht nur, wenn man schon bei dem kleinsten undemokratischen Verhalten warnt. Dessen fühle ich mich verpflichtet und genau das war die Absicht hinter meinen Worten.

Sie sind selbst ein Bürger jüdischer Herkunft. Sie haben durch die Shoa Verwandte verloren, welche Lehren ziehen Sie daraus für die Gegenwart?

Ich denke, dass durch Ausgrenzung Hass entsteht. Die Juden wurden ausgegrenzt, aber es kann zu jedem Zeitpunkt eine andere Gruppe treffen. Durch eine soziale Stigmatisierung entsteht Hass und Angst, zwei Emotionen die das Schlimmste bei uns Menschen hervorbringt.
In unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung ist Meinungsfreiheit unerlässlich, die selbstverständlich auch mit einem Diskurs unterschiedlicher Ansichten einhergeht. Ein jeder sollte die Meinung des anderen respektieren, auch wenn er sie nicht teilt.
Ich warne dringend davor, uns gegenseitig wegen der Meinung eines anderen auszugrenzen. Denn dann stoßen wir das Tor zur Vergangenheit wieder auf.

Aber wir dürfen auch nicht zulassen, dass die Vergangenheit unsere Gegenwart wie auch unsere Zukunft bestimmt. Respekt vor der Vergangenheit zu haben und seine Lehren zu ziehen bedeutet nicht, dass sich kein gesunder Patriotismus entwickeln darf. Patriotismus sollte bei der Gestaltung unserer Zukunft eine wichtige Rolle spielen.

In der AfD finden sich, denken wir an Björn Höcke und den sogenannten Flügel, viele rechtsextremistische Positionen wieder, Höcke kritisiert, dass das Leugnen des Holocaust strafbar ist, Sie selbst sagen, das Thema Holocaust werde ausgenutzt, um die freie Meinungsäußerung einzuschränken, wird mit einer solchen Haltung nicht die Shoa verharmlost?

Zu Anfang möchte ich sagen, dass ich keine rechtsextremistischen Positionen sehe. Ich selber finde es gut, dass die Leugnung der Shoa (straf-)rechtliche Konsequenzen mit sich bringt. Ich weiß aber auch, dass gerade unter Juristen dieser Punkt sehr umstritten ist und wahrscheinlich ist meine Meinung weniger juristischer Natur als subjektiver, emotionaler Natur.
Wie in jeder anderen Partei gibt es auch in der AfD einen Meinungspluralismus. Hier geht es um die Frage der strafrechtliche Verfolgung nicht um die Leugnung an sich. Ich sehe eine Verharmlosung der Shoa, wenn die Erinnerung zur Shoa missbraucht wird um die freie Meinungsäußerung einzuschränken. Dass wiederum in der Partei auch ein Platz für Juden ist, zeigt die innerparteiliche Vereinigung: „Juden in der AfD“, die 2018 gegründet wurde.

Sie stellen in Ihrem Brief die Frage, wie weit sich in Deutschland von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit entfernt wird, an welche Beispiele denken Sie und was hat das mit der Judenverfolgung zu tun?

Eine Demokratie kann nur mit echter Gewaltenteilung funktionieren.
Praktisch ist es in Deutschland inzwischen aber so, dass die Gewalten immer mehr untereinander zusammengewachsen sind. Wenn z.B. eine Regierungschefin Verfassungsrichter vor einer Entscheidung zum Abendessen einlädt oder das diese deutlich macht das das Ergebnis der Thüringen-Wahl rückgängig gemacht werden muss, halte ich für fatal. Ich sehe da keine Gewaltenteilung.
Schauen wir uns auch die staatliche Medienwelt an. Neue ARD Programmdirektorin ist Christine Strobl, Tochter von Wolfgang Schäuble und Ehefrau von CDU Politiker Thomas Strobl. Eine Verwobenheit mit der Politik ist unübersehbar, somit scheiden diese als neutrale, überparteiliche vierte Gewalt aus.
Um auf Ihre Eingangsfrage zurückzukommen: Sie fragen nach der Verbindung zu der Verfolgung der Juden 1938.
Unsere Grundrechte, unser ganzes Rechtssystem wurde erschaffen aufgrund der Lehren die wir durch die Shoa machen mussten. Was bedeutet das für die Gegenwart, auch wenn wir an diesen Werten rütteln, wird es trotzdem keinen zweiten Holocaust geben. Aber unsere Freiheit, die Werte auf die unsere Gesellschaft aufgebaut sind, sind gefährdet. Und auch wenn das in keinem zweitem  Holocaust endet, darf es trotzdem nicht sein.

Sie schreiben, in Deutschland gebe es eine Bereitschaft, Menschenrechte aufzugeben, Sie bezweifeln, dass wir heute in Freiheit leben, zweifeln Sie am bestehenden demokratischen System?

Ich Zweifel nicht an dem System der Demokratie. Im Gegenteil, ich bin 100-prozentiger Demokrat, und gerade in der Demokratie sind die Freiheits- und die Persönlichkeitsrechte das wichtigste Gut. Ich sehe diese gefährdet, weil diese aktuell durch Maßnahmen eingeschränkt werden. Ich sehe in der letzten Zeit durch die Maßnahmen einen Abbau unserer Demokratie.
Unsere Grundrechte sind nicht einfach nur eine Ansammlung von Normen, sie sind elementar und eine Konstante in unserer Gesellschaft. Elementar bedeutet, dass die Grundrechte jederzeit und uneingeschränkt gelten müssen. Wir müssen uns die Frage stellen, ob die Einschränkungen unserer Grundrechte im Vergleich zur Abwehr der Gefahr (Corona) verhältnismäßig sind und ob es noch das mildeste Mittel ist. Ich denke, dass es andere Maßnahmen gegeben hätte. Die unsere Grundrechte nicht verletzt hätten und gleichzeitig die Gefahr von Corona eingeschränkt hätten.
Wenn wir Anfangen unsere Grundrechte einzuschränken, dann ist das ein gefährlicher Präzedenzfall der möglicherweise von anderen, zukuftigen Regierungen kopiert wird. Ich sag es ganz deutlich, mit den Corona-Maßnahmen hat man nach meiner Ansicht die Dose der Pandora geöffnet. Dies sage ich nicht einfach als Bürger dieses Landes, sondern ich sage es als Rechtsgelehrter.

Dr. Jaroslaw Poljak übt massive Kritik an „betreutem Denken“-Artikel im Weser-Kurier

Liebe Freunde,

seit einigen Jahren sehen wir den Zerfall der neutralen Presse in unserem Land. Meinen offenen Brief haben jetzt einige schon gelesen, gestern sollten im Weser Kurier meine Worte veröffentlicht werden. Ich habe es gesagt und ich wiederhole es hier an dieser Stelle, der Holocaust ist ein schwieriges emotionales persönliches Thema. Ein Thema mit dem man keine Politik machen sollte, um die Opfer die von damals nicht zu verunglimpfen um ihr Vermächtnis nicht zu vergessen. In dem gestrigen Artikel wurden Ausschnitte meines offenen Briefes aus dem Zusammenhang gerissen und falsch dargestellt. So schreibe ich z.B. in meinem Brief, dass von rechts keine primäre Antisemitismusgefahr ausgeht. Das Wort primär wurde einfach entfernt was den Satz in seiner Aussage verändert. Auch meine Aussage, sich gegen Hass und für Meinungsfreiheit stark zu machen, wurde in dem Artikel nicht berücksichtigt. Weiterhin wurde nicht anwesend dass ich auch Verwandte im Holocaust verloren habe oder selber jüdischer Abstammung bin. Vermutlich wollte man nicht, dass der Leser ein gewissen Widerspruch in dem Artikel sieht.

Insgesamt muss man feststellen, dass einfach nur einige Sätze aus dem Inhalt gerissen und diese – in meinen Augen – in einen negativen, gar schädlichen Kontext gebracht wurden. Noch bevor der Leser überhaupt Ausschnitte meiner Sätze zu lesen bekommt, wird der (unvoreingenommene) Leser zunächst mit den Meinungen der Autoren konfrontiert, um meine dann folgenden Sätze direkt mit entsprechender „Vorsicht“ abstempeln zu können.

Erst dem Leser die eigene Meinungen unterbreiten, dann aus dem Zusammenhang gerissene Teile des Inhalts aufführen, um den es eigentlich geht: Dieses „betreute Denken“ stellen wir inzwischen in allen etablierten Medien fest.

Ich werfe Herrn Boese wie auch Herrn Möller ein unmoralisches und unethisches Verhalten vor. Sie haben nach meiner persönlichen Ansicht das Andenken an die Opfer zum Anlass genommen um politisches Kapital zu schlagen. Ich bedaure, dass es Menschen gibt, die weder die Empathie noch den nötigen Respekt vor den Opfern des 9. November 1938 haben. Das sage ich besonders mit der Tatsache, dass ich selbst Jude bin und ohne wenn und aber die AfD als meine politische Heimat erachte! Ich fordere Herrn Boese auf, sich umgehend zu entschuldigen, damit die Sache aus der Welt kommt.

Euer Jaroslaw Poljak