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§ 56 1a Infektionsschutzgesetz hilft Familien – Bisher kaum bekannt

§ 56 1a Infektionsschutzgesetz hilft Familien – Bisher kaum bekannt

Viele Familien können ihre Kinder immer noch nicht in die Kita schicken. Oft muss daher ein berufstätiges Elternteil zwangsweise zu Hause bleiben, noch gravierender ist bei Alleinerziehenden, in der Regel Frauen. Hier springt § 56 1a Infektionsschutzgesetz den Familien zur Seite. Hier kann ein Lohnersatz in Höhen von bis zu 2016 Euro beim Landkreis beantragt werden. Der Landkreis  wird jedoch erst auf Antragsstellung tätig, so unsere AfD Fraktion. Von diesem Hilfsangebot für Familien hat man leider bisher von offizieller Seite bzw. Landkreis so gut wie nichts gehört, was umso bedauerlicher ist, da der Landkreis diese Gelder vom Land erstattet bekommt.

§ 56 1a Infektionsschutzgesetz:
(1a). Werden Einrichtungen zur Betreuung von Kindern oder Schulen von der zuständigen Behörde zur Verhinderung der Verbreitung von Infektionen oder übertragbaren Krankheiten auf Grund dieses Gesetzes vorübergehend geschlossen oder deren Betreten untersagt und müssen erwerbstätige Sorgeberechtigte von Kindern, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder behindert und auf Hilfe angewiesen sind, in diesem Zeitraum die Kinder selbst betreuen, weil sie keine anderweitige zumutbare Betreuungsmöglichkeit sicherstellen können, und erleiden sie dadurch einen Verdienstausfall, erhalten sie eine Entschädigung in Geld.
2. Anspruchsberechtigte haben gegenüber der zuständigen Behörde, auf Verlangen des Arbeitgebers auch diesem gegenüber, darzulegen, dass sie in diesem Zeitraum keine zumutbare Betreuungsmöglichkeit für das Kind sicherstellen können.
3. Ein Anspruch besteht nicht, soweit eine Schließung ohnehin wegen der Schulferien erfolgen würde.  4Im Fall, dass das Kind in Vollzeitpflege nach  § 33 des Achten Buches Sozialgesetzbuch in den Haushalt aufgenommen wurde, steht der Anspruch auf Entschädigung anstelle der Sorgeberechtigten den Pflegeeltern zu.